Der weniger anstrengende als erwartete Abreisetag beginnt um 7.45 uhr. Die letzten Sachen in die Tasche packen, Kaffee trinken, letzte Überweisungen zur Sicherstellung von Kommunikation und nicht verhaftet werden nach Rückkehr sind getroffen. Verabschiedung ist vollzogen. Auf zur S-Bahn. Ein Blick auf die Uhr... hurra... 9:15 Uhr. Die Bahn kommt erst in 15 Minuten. 40 Minuten Fahrt zum Flughafen um den Flug um 10:50 Uhr zu kriegen? Das wird knapp. Aber Timing ist alles. Am Flughafen angekommen erst mal den Gepäckschalter suchen. Beim Einchecken ist es 10:13 Uhr, die Frau am Tresen erzählt mir meine Infos: Flug Dublin, Check-In an C03, um 10:10... oh, daß war vor 3 Minuten. Yes! Also auf, auf zum Security pass hetzen, an allen vorbei drängeln... feststellen, daß der Check-In zu spät ist. Also nicht von mir, sondern von Aer Lingus. Na Gott sei Dank. Einige Verspätungszeit später und nach einem verpennten ereignislosen Flug treffe ich Chris am Flughafen.
Nächstes Event Mietwagen. Der Typ am Schalter meint erstmal, nach optische Kontrolle der zwei Menschenberge, die da stehen, ob das kleine Auto nicht vielleicht zu klein sei für mich und für ihn schon eh. Ok, wir graden up, wollen noch einen Fahrer für einen Tag extra buchen, woraus er die ganze Woche macht. Außerdem hat man in Irland eine Selbstbeteiligung von 1600 Euro an einem Schaden, wenn man nicht die Vollkasko für x Euro mehr nimmt. Ist aber egal, wir bauen keinen Unfall. Naja, nach einigen hundert Metern, die Chris fährt überlege ich mir das noch mal, aber jetzt ist ja zu spät. :-) (Sorry Chris, du fährst Kacke)
Die Fahrt einmal quer durch den grünen Inselstaat und der erste Eindruck von Irland ist positiv, bis auf erwähnte fahrerischen Eigenschaften. Es ist grün, es gibt Schafe (außerdem noch Pferde und Kühe) und die anderen hier fahren auch irgendwie... eigen. Oder sollte man sagen irisch? Wir erreichen Achill Sound in der tiefen Dunkelheit des frühen Abends.
Das Haus, daß Chris mit seiner Familie angemietet hat ist recht schön, die Tatsache, daß der Gastank leer ist weniger. Das Wohnzimmer kann mit einem E-Ofen auf angnehme Temperatur gebracht werden. 5 Frauen in einem Wohnzimmer erzeugen einen gewissen Lärmpegel, der einen die Temperatur vergessen lässt, aber es ist definitv eine Wohltat angekommen zu sein. Nach einigen Gesprächen wird entschieden im Pub gegenüber noch ein oder zwei Pint zu trinken. Der Eingang zum Pub ist, die auch der Eingang zu meiner Dusche übrigens nicht für großeuropäische 1,92 geeignet und so zwänge ich mich da durch um in die wohlige Wärme des feuer beheizten Pubs einzutauchen und mich erst einmal von einem betrunkenen Iren anquatschen zu lassen an dem meine Englischkentnisse sofort scheitern. Ob das an seinem Akzent, seinem Rausch oder an mir liegt überlasse ich dem Leser zu beurteilen. Nach zwei leckeren Cidre gehen wir wieder nach hause und schlafen.